Der TuS Helmlingen wagt den Schritt in die höchste Klasse der A-Jugend. Am Montag hat die Verwaltung des Vereins einstimmig beschlossen, dass sich ihre Nachwuchstalente in der Jugendbundesliga mit den besten in Deutschland messen dürfen.

Doch wie kam es ohne Quali-Turniere dazu? Aufgrund des Coronavirus wurde ein besonderes Auswahlverfahren gewählt. Der erweiterte Jugendausschuss hat durch Anwendung einer Punktewertung der erspielten Plätze der vergangenen drei Jahren und das Einbeziehen der Kaderspieler eine Reihenfolge errechnet. Dadurch bekam der TuS Helmlingen die Chance, sein Können in der JBLH zu zeigen. Die HSG Konstanz hat sich dank ihrer guten Leistung in der vergangenen Saison direkt für die Bundesliga qualifiziert. In die Wertung wurden unter anderem auch Vereine wie der TuS Schutterwald und die SG Altenheim/Ottenheim berücksichtigt. Das gute Abschneiden ist der Lohn für die sehr gute Jugendarbeit in den vergangenen Jahren. So spielte die B-Jugend des Vereins in der vergangenen Saison bereits zum dritten Mal in der BWOL. Den großen Schritt hat die Mannschaft damals unter Trainer Detlef Ludwig geschafft. Seit zwei Jahren ist Thomas Schuppan Trainer.

„Wir freuen uns riesig, dass wir diese Chance bekommen“, sagt Jugendkoordinatorin Larissa Ludwig auch wenn die neue Spielklasse den Verein vor Herausforderungen stellt. So fallen höhere Schiedsrichterkosten an, die Fahrtwege werden länger und teilweise kommen auch Übernachtungskosten auf den Verein zu. „Wir sind uns sicher, dass wir die zusätzlichen Auflagen und Kosten stemmen können“, sagt Laura König, Vorstand des Bereichs Finanzen. Neben höheren Kosten kommen auch höhere sportliche Anforderungen auf den Verein zu. Die Jugendspieler seien trotz Training unter Corona-Einschränkungen und der sportlichen Herausforderung hoch motiviert und freuen sich, wenn das Abenteuer Jugendbundesliga startet.