Abenteuer Jugendbundesliga bringt vierte Niederlage

Durch fehlerhaftes Spiel schlägt sich die A-Jugend selbst

FA Göppingen – TuS Helmlingen 40:26 (22:12)

Im Spiel zweier Mannschaften ohne Punktgewinn verlor der TuS Helmlingen in der Handballhochburg im Filstal deutlich mit 40:26. Dieses Mal waren die TuS-ler von Anfang an auf verlorenem Posten und zur Halbzeit war beim 12:22 bereits die Messe gelesen. In Durchgang zwei waren dann die Kräfteverhältnisse ausgeglichener, indes an der deutlichen Niederlage mit 14 Tore Differenz änderte sich nichts. Völlig verdient behielten die Göppinger um ihren Jugendnationalspieler Oskar Neudeck die Oberhand.

Rouven Horn erzielte in Minute zwei die 2:1 Führung, danach fing sich Helmlingen 5 Gegentreffer am Stück und die junge Truppe hatte schon früh mit dem Anschluss zu kämpfen. Kontinuierlich erhöhten die Schwaben ihren Vorsprung. Nach einer Viertelstunde stand es 5:12. Auch in Überzahl spielend konnte der Rückstand nicht verkleinert werden. Ganze zweimal in numerischer Überlegenheit gelang kein Treffer. Kein Durchkommen gab es auch auf den Außenpositionen. Die Blau-Weißen schafften es nicht, ihre Flügelspieler einzubinden und waren so für den Gegner leichter auzurechnen.

Im zweiten Abschnitt blieben die Hausherren spielerisch die dominantere Mannschaft. Allerdings bäumten sich die Helmlinger Jungs auf, zeigten wieder phasenweise schöne Kombinationen. Ab der 46. Minute war Helmlingen viermal am Stück erfolgreich, als Nico Funk, Elias Meier und zweimal Jacob Funk von 20:33 auf 24:32 verkürzten. Der Hoffnung auf Ergebniskosmetik standen aber wieder acht Minuten ohne Torerfolg entgegen, was sinnbildlich für das Auf und Ab im Helmlinger Spiel -nicht nur in dieser Begegnung- gilt. Das Team bringt weiter keine konstante Leistung auf die Platte. Und so kann Trainer Schuppan zu wiederholten Mal zusammenfassen. „Wir machen immer wieder die glichen Fehler, obwohl wir diese explizit ansprechen. In der Häufigkeit wie wir sie begehen sind dann Spiele nicht zu gewinnen.“

TuS Helmlingen

Dorian Caleta im Tor, Jonas Haas, Nico Seiert, Nico Funk 3, Luis Fien 4/4, Manuel Meyer, Fabian Ludwig, Jacob Funk 5, Rouven Horn 8, Haris Avdovic, Elias Meier 4, Jakob Wagner, Jonas Spangenberg 2 und Georg Schnatterbeck.

FrischAuf Göppingen

Devin Immer und Julian Buchele im Tor; Oskar Neudeck 3, Jonae Reu 1, Tom Trinkle 1, Kai Schäffner 3, Ivo Dragicevic 3, David Schröder 3, Nico Banani 2, Eric Zimmermann 3, Michael Hägele 3, Marc Klein 3/2, Fabian Lucas 5/3 und Niklas Burtsche 10.

 

Schiedsrichter: Markus Hehn und Felix Mayer

Ergebnisse der Jugendmannschaften

E-Jugend startet erfolgreich in die Saison

E-Jugend

TuS Helmlingen gegen ASV Ottenhöfen 4:0

Gut vorbereitet und voller Ehrgeiz ging man zu Werke. Die Gäste erzielten den ersten Treffer zu 1:0, aber danach war erst mal Schluss. Die Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen und die Abwehr, vor allem Elias, zeigte eine überragende Leistung. Darian und Dilara brachten mit je 5 Treffern die Gastgeber auf die Siegerstraße und zu einem Halbzeitergebnis von 16:2 Toren. Die zweite Hälfte glich der ersten. Starker kämpferischer Einsatz und technisches Können, (Torausbeute, 8 Tore von Tymek) waren der Garant für ein Ergebnis mit 16:2 Toren. Endergebnis: 32:4.
Torschützen: Tymek 10, Dilara 8, Darian 6, Timon, Elias u. Valentino je 2, Joel u. Valentin je 1.

Das 2. Spiel wurde in Bühl gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach ausgetragen. Gleich zu Beginn war man hellwach. Die Abwehr mit gutem Schlussmann Jaron vereitelten die Torerfolge der Gastgeber und der Angriff erzielte durch gekonntes Aufbauspiel Tor um Tor und brachten ein sicheres Halbzeitergebnis von 13:5 Toren in die Pause. Die zweite Hälfte  wurde weiterhin hoch konzentriert  gespielt, der Gastgeber konnte das ein oder andere Tor mehr erzielen, aber am Sieg mit 18:10 Toren war nie zu zweifeln. Endergebnis: 31:15
Torschützen: Tymek 9, Darian 7, Dilara 6, Elias 5, Timon 3, Valentin 1

(Ferdinand Bächle)

C-Jugend Südbadenliga

TuS Helmlingen – HSG Hanauerland 23:27 (11:9)

In einem guten C-Jugendspiel verloren die Helmlinger C-Junioren unglücklich mit 23:27 gegen die HSG Hanauerland. Zwischen der 10. und 35. Minute waren die TuSler die tonangebende Mannschaft. Luis im Tor brachte es in der 1. Hälfte auf 50% gehaltener Bälle. Im Angriff kam man nach einem 1:4 Rückstand zu einer 11:9 Halbzeitführung, wobei Linus Minet fünf Treffer zusteuerte. Im ersten Spiel nach der langen Pause gab es schöne Ansätze, lediglich die Chancenverwertung war nicht optimal. Das rächte sich in der Schlussphase, als die Kraft nachließ und die Gäste mit einem fulminanten Schlussspurt das Ruder herumrissen. Die Niederlage war ärgerlich und unglücklich. Luis Bantel im Tor; Luca Hauß 2, Noah Weiß 1, Nanaimo Vygen 5, Linus Minet 8, David Anthonj 2, Moritz Bliem 1 und Tristan Meder 5.

C-Jugend Bezirksklasse

SG Kappelwindeck/Steinbach II – TuS Helmlingen II 34:20 (17:8)

Im ersten Spiel mussten die C2-Spieler gleich gegen einen Meisterschaftsfavoriten antreten. Das junge, durch D-Jugendliche aufgefüllte Team, war bis zum 5:8 super toll dabei. Danch setzten sich die wuseligen Gastgeber immer mehr durch. Am Ende stand eine deutliche Niederlage, jedoch mit der Erkenntnis, dass die Mannschaft alles gegeben hat und nicht enttäuschte. Es spielten: Janis Hinz, Timon Keck 3, Daniel Weidinger, David Wagner 4, Marco Zeller 7, Maddox Abel 2, Florian Aßmus, Alessandro Weber und Simon Weiß 4.

B-Jugend Südbadenliga

SG Kappelwindeck/Steinbach – TuS Helmlingen 37:16 (19:9)

Die B-Junioren des TuS musste die Abgänge der zwei Leistungsträger Henry Meder und Florian Heidt vor Saisonbeginn verkraften. Im ersten Spiel standen drei Spieler aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung und so halfen vier C-Jugendliche aus. Die somit körperlich zwei Klassen stärkere SG nutzte die Ungleichheit von Anfang an konsequent aus und führte schnell 10:1. Danach kamen die Helmlinger etwas besser zurecht und konnten bis zur Halbzeit beim 19:9 nicht noch mehr Rückstand auflaufen lassen. In Halbzeit zwei war dann auch wieder die Schlussphase besser. Das neu formierte Team muss nach der langen Pause sich auch erst richtig definieren, was sicher noch etwas Zeit kosten wird. Marcel Seiler und Luis Bantel im Tor; Julian Oesterwind 3, Leo Zimpfer, Felix Frei 2, Raphael Jörger 2, Tristan Meder, Linus Minet 3, Luca Hauß und Hannes Schmitt 6.

Auswärtshürde Göppingen für die A-Jungs

Bisherige Bilanz lässt auf Punkte hoffen

Samstag, 17.10.2020 16:00 Uhr EWS-Arena

FrischAuf Göppingen – TuS Helmlingen

Zum dritten Mal im dritten Spiel standen die A-Bundesligajungs des TuS Helmlingen mit leeren Händen da. Zum dritten Mal hatte man letztendlich keine Siegchance. Dabei hatte sich die Mannschaft um Spielführer Rouven Horn gegen die HSG Konstanz durchaus etwas ausgerechnet. Doch der Traum eines Punktgewinnes war wieder nach passabler Anfangsphase relativ schnell verflogen. Auf diesem Niveau nutzen Gegner Fehler einer Mannschaft gnadenlos aus und mit schnellen Gegenstößen verlor Helmlingen das Spiel frühzeitig. Mit Wehmut blickt man auf die Verletzten Jonas Meyer und Luis Fien, welche der Breite und der Spitze der Mannschaft richtig gut tun würden. Zuletzt fiel zum Konstanzer Spiel noch Georg Schnatterbeck aus und die Optionen des Teams wurden weiter kleiner. Ein Spieler, der die Mannschaft aufbaut und mitreißt, war nicht auszumachen.

Coach Thomas Schuppan rätselt derweil, weshalb die guten Trainingseindrücke von der Mannschaft nicht umgesetzt werden können. „Ich breche keinen Stab über dem Team. Trainingsbeteiligung, Begeisterung und Kameradschaft stimmen zu 100%. Ich bin mir sicher: irgendwann stoßen wir den Bock in dieser Saison noch um.“

Ob dies am Samstag gegen das Bundesliganachwuchsteam von FrischAuf Göppingen funktioniert ist fraglich, wäre aber schön. Immerhin haben auch die Schwaben vom Hohenstaufen nach drei Begegnungen noch keine Punkte eingefahren. Ein Team wird somit nach dem Spiel seine Bilanz aufbessern können. Eigentlich hat man in Helmlingen gute Erfahrungen mit den Göppingern. Drei Siege und 2 Unentschieden stehen bei den Spielen der letzten drei Jahre nur eine Niederlage gegenüber. Immerhin eine positive Bilanz gegen ein baden-württembergisches Topteam. Doch für ein positives Ergebnis müssen die Helmlinger endlich die vielen leichten Fehler stark minimieren und die Abwehr muss die 1 gegen 1 Situationen gewinnen. Der Schlüssel ist eine gute Abwehrarbeit. Mit neuem Mut geht es in den Tempel Hohenstaufenhalle.

Bild: Fabian Ludwig netzt gegen Konstanz ein. Auch gegen Göppingen sind Tore des Linksaußen gefragt.

 

Rhein-Neckar Löwen demonstrierten ihre Stärke

Hervorragende 30 Minuten der Helmlinger Jungs – dann fiel die Leistung ab

Rhein-Neckar-Löwen – TuS Helmlingen 44:23 (19:15)

Am Ende war es das im Vorfeld erwartete Ergebnis. Mit 44:23 gewann der haushohe Favorit Rhein-Neckar-Löwen sein Heimspiel in der Jugendbundesliga gegen den TuS Helmlingen. Doch im Lager des TuS konnte man zumindest mit 30 Minuten sehr zufrieden sein. In der ersten Hälfte präsentierte sich Helmlingen selbstbewusst und geschlossen. Lediglich 4 Tore war der Rückstand beim Pausenpfiff und im vergleich zur Performance am letzten Wochenende klar verbessert. In Halbzeit zwei fabrizierte man dann zu viele Fehler und rutschte gnadenlos in eine hohe Niederlage.

Dem 1:0 für den Gastgeber konterten Jacob Funk und Linksaußen Fabian Ludwig zur einzigen Helmlinger Führung zum 2:1. Und obwohl die Nordbadener danach wieder die Führung an sich rissen, so richtig absetzen konnten sie sich nicht. Das Helmlinger Spiel war dieses Mal auf viele Schultern verteilt, und so waren die Hanauerländer von allen Positionen erfolgreich. Nach dem 14:10 für das Heimteam verkürzten Luis Fien per Strafwurf und Rouven Horn auf 12:14. Der Titelanwärter erhöhte trotz zwischenzeitlicher Unterzahl auf 18:13, doch Elias Meier und Jonas Spangenberg trafen kurz vor dem Wechsel zum 15:18, ehe der Bundesliganachwuchs mit dem Pausenpfiff auf 19:15 stellte.

Halbzeit zwei ist schnell erzählt. Drei ganz schnelle Tore zu Beginn für die Löwen hemmten gleich alle gut gemeinten Helmlinger Bemühungen und als bereits in Minute 43 der Ex-Helmlinger Jan Kraft auf 29:19 erhöhte, schwand der letzte Glauben im Gästeteam. Nun wurden viel zu einfache Fehler fabriziert, ungünstige Wurfpositionen gesucht und das war eine Einladung für die im Konterspiel fast perfekten Hausherren. Ein ums andere Mal fielen die Tore wie reife Früchte. Die letzten Helmlinger Treffer erzielten Manuel Meyer zum 22:37 und Georg Schnatterbeck zum 23:42 und war als Belohnung für deren unermüdliche Versuche zu sehen. Doch an der hohen Niederlage änderte es eben nichts. Mit 23:42 verlor man verdient, wenn auch etwas zu hoch angesichts respektabler Leistungen bis zur Pause.Und so viel auch das Fazit von Trainer Thomas Schuppan aus:“ Mit der Leistung der ersten 30 Minuten können wir sehr zufrieden sein und wollen hierauf aufbauen. Hier haben wir uns als homogene Einheit präsentiert. Dies müssen wir auf einen längeren Zeitraum steigern.“

TuS Helmlingen

Dorian Caleta und Daniel Siewert im Tor; Georg Schnatterbeck 3, Jonas Haas, Nico Seiert, Nico Funk, Luis Fien 3/3, Manuel Meyer 1, Fabian Ludwig 3, Jacob Funk 5, Rouven Horn 3, Haris Avdovic 1, Elias Meier 2, Jonas Spangenberg 2.

Rhein-Neckar-Löwen

Timo Röhling und Luca Berghoffer im Tor; Niklas Michalski 2, Robert Krass 3, Lion Zacharias 11/5, Robert Timmermeister 7, Florian König 2, Fritz Bitzel 4, Luk Bartsch 2, Gianluca Herbel 3, Tim Burkhard, Jo Knipp 1, Jan Kraft 2, Veith Schlafmann 1.

Zeitstrafen: TuS 3, RNL 3

Siebenmeter: TuS 3/3, RNL 6/5

Schiedsrichter Christoph Kiefner und Robin Weiß

Archivbild: Georg Schnatterbeck erzielte gegen die Löwen 3 Treffer

 

 

 

 

2. Bundesligaspiel gegen den Meisterschaftsfavoriten

Schwere Aufgabe wartet in Östringen auf die A-Jungs

Jugend-Bundesliga Handball

Rhein-Neckar-Löwen – TuS Helmlingen

Samstag, 03. Oktober 2020 17:30 Stadthalle Östringen

Nach dem Auftaktspiel der Bundesligasaison gab es fragende Gesichter. Noch nicht ganz nachzuvollziehen war der Einbruch der A-Junioren des TuS Helmlingen beim Heimauftritt gegen Bittenfeld. Die Leistungen der Spieler entsprach nicht dem Eindruck der Vorbereitung. Eine Erkenntnis war jedoch da. „Wir brauchen Geduld.“ sagt Chefcoach Thomas Schuppan. „Wir hatten 4 Abgänge und 7 Neuzugänge in den letzten 2 Jahren. Die Mannschaft ist noch nicht eingespielt und dann gibt es eben auch Leistungsschwankungen.“

Am Wochenende gegen den selbsternannten Titelfavoriten aus Nordbaden indes malt sich Trainer Schuppan nicht viel aus. „Das ist wie David gegen Goliath. Professionell aufgebautes Handballinternatsteam gegen eine Amateurmannschaft.“ Und tatsächlich. Bei den Gastgebern haben sich die ambitioniertesten Talente der Rhein-Neckar-Region und darüber hinaus vereinigt und das Team ist mit Auswahlspielern nur so bestückt. Im aktuellen Kader des DHB stehen mit Torhüter Späth und Kreisläufer Krass zwei Spieler, weitere sind im Fokus des DHB. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Jan Kraft, welcher vor 1 Jahr ins Internat von Helmlingen nach Kronau wechselte.

Für den TuS Helmlingen gibt es keinen Druck. Keiner erwartet einen Sieg, also gilt das Motto genießen und sich teuer zu verkaufen. Bis auf Jonas Meyer sind alle Spieler wieder an Bord und das Team brennt regelrecht darauf, sich zu rehabilitieren und sich besser als zuletzt zu präsentieren. Kein leichtes Unterfangen, aber der TuS hat sich schon öfters als Stehaufmännchen erwiesen.

Bild: Jacob Funk und seine Mitsteiter fahren ohne Druck Richtung Nordbaden

 

 

Saisonvorschau JHBL A-Jugend

Vorschau A-Jugend TuS Helmlingen Saison 2020/21 JBHL

In seinem Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag des Vereines ereilte dem TuS Helmlingen der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Nachdem Männermannschaften in der 3. und 4. Liga in Deutschland über mehr als ein Jahrzehnt unterwegs waren, darf man nun „Helmlingen“ und „Bundesliga“ zusammen in den Mund nehmen. Über die Setzliste des Südbadischen Handballverbandes qualifizierte sich die A-Jugend des 850-Seelenortes aus dem Ortenaukreis für die JHBL, die höchste Klasse im deutschen Jugendhandball.

Damit wurden die Visionen und die großen Anstrengungen im Jugendbereich seit gut mehr als einem Jahrzehnt endlich belohnt. Begonnen hatte alles mit der Erstellung eines Jugendkonzeptes, der Anstellung eines hauptamtlichen Trainers im Jugendbereich mit Fokus auf die Kooperation Schule/Verein und die immense ehrenamtliche Arbeit von Jugendkoordinator und Trainer. Auf einmal war man als Konkurrent zu finanziell stärkeren und traditionsgemäß anziehenden Vereinen wie der TuS Schutterwald oder die HSG Konstanz erwachsen. Gerade bei den Jahrgängen 2001, 2002 und 2003 blieben die Erfolge nicht aus. Souveräne Meisterschaften auf Verbandsebene in der C-Jugend und die baden-württembergische Vizemeisterschaft als B-Jugend im Jahre 2019 waren die Krönungen bisher. Nur folgerichtig, dass dieser Jahrgang -aufgrund der beschriebenen Meriten- nunmehr anhand einer Punktevergabe über eine Setzliste den Zuschlag des Verbandes für die Jugendbundesliga erhalten hat. Natürlich hat sich das Gesicht der Mannschaft in den Jahren verändert. Die Top-Talente Lasse Ludwig, Jan Kraft und Lennard Kull wechselten zu Nachwuchsakademien der Bundesliga, jedoch haben sich viele Talente aus dem Raum Rastatt und Offenburg dem Verein angeschlossen, um einen weiteren Schritt in der Entwicklung zu gehen. Für diese Saison ist der Kader so breit wie noch nie.

Der Erfolg ist auch verbunden mit den zwei verantwortlichen Trainern. Detlef Ludwig begleitete viele Spieler seit Jahren, er leitet ständig mannschaftsübergreifende Trainingseinheiten und ist zudem Trainer der zweiten Mannschaft in der Landesliga. Thomas Schuppan ist bekannt, seinen Schützlingen viel abzuverlangen. Er hebt das Trainingsniveau schon im B-Jugendbereich auf die Stufe einer aktiven Mannschaft und zeichnet die dritte Saison für den Jahrgang verantwortlich.

Ein Träumer ist der hauptverantwortliche Trainer Thomas Schuppan nicht: „Wenn auch manchmal das Spielerlebnis vor dem Spielergebnis stehen wird, freuen wir uns auf die Erfahrungen und hoffen die Entwicklungsschritte der Spieler finden dadurch statt.“ Dennoch ist er sich sicher, dass man in der 10er-Staffel auch konkurrenzfähig sein wird. Seine Einstellung zu bedingungslosem Tempohandball haben schon viele Favoriten straucheln lassen, unvergesslich die 1. Halbzeit beim Sieg über die Rhein-Neckar-Löwen als die Blau-Weißen über den Gegner mit 16:8 hinwegfegten.

In Helmlingen wird fieberhaft auch im Hintergrund gearbeitet, um die Herausforderung JBHL zu meistern. Das Team um Vorstandsvorsitzende Astrid Zimpfer arbeitet seit der bekannt gegebenen Qualifikation wöchentlich mit großem Eifer am Stemmen der Aufgaben. Und alle im Verein sind gespannt auf die Runde, in der Hoffnung, dass die Pandemie der ganzen Sache nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Trainer: Thomas Schuppan und Detlef Ludwig

Jugendkoordinatorin und Teammanagerin: Larissa Ludwig

Abgänge: Luis Oberle (Zunsweier), Janis Welsche (pausiert), Timo Reuter und Denis Lukac (beide SG Muggensturm/Kuppenheim)

Zugänge: Nico Funk und Nico Seiert (BSV Sinzheim), Jonas Spangenberg (SG Muggensturm/Kuppenheim), Georg Schnatterbeck (SG Kappelwindeck/Steinbach)

 

Nr. Name Position Jahrgang Letzter Verein
1 Dorian Caleta TW 2003 SG Muggensturm/Kuppenheim
50 Daniel Siewert TW 2002 TUS Helmlingen
72 Roman Oesterwind TW 2002 TUS Helmlingen
11 Nico Funk RR 2003 BSV Sinzheim
13 Luis Fien RR 2002 TUS Helmlingen
27 Rouven Horn RM 2002 TUS Helmlingen
77 Jonas Spangenberg RM 2004 SG Muggensturm/Kuppenheim
66 Hannes Schmitt RM 2004 TUS Helmlingen
4 Jonas Meyer RL 2002 TUS Helmlingen
24 Jacob Funk RL 2003 BSV Sinzheim
5 Georg Schnatterbeck RL 2002 SG Kappelwindeck/Steinbach
36 Jacob Wagner RA 2003 TUS Helmlingen
10 Nico Seiert RA 2002 BSV Sinzheim
20 Manuel Meyer LA 2002 TUS Helmlingen
22 Fabian Ludwig LA 2003 BSV Sinzheim
26 Raphael Jörger LA 2004 TUS Helmlingen
37 Elias Meier KL 2003 BSV Sinzheim
9 Jonas Haas KL 2002 TUS Helmlingen
28 Haris Avdovic KL 2003 SG Muggensturm/Kuppenheim

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A-Jugend freut sich auf Highlight Bundesliga

A-Jugend und die ganze TuS-Familie fiebert dem Start entgegen

Mit intensivem Training bereitet sich die A-Jugend auf die bevorstehende Saison in der JHBL vor. Ende letzer Woche kam die Nachricht, dass der Antarg des TuS Schutterwald vom Sportgericht zurückgewiesen wurde. Die Ortenauer hatten im Vorfeld angekündigt, bei Ablehnung ihres Antrags in die Revision gehen zu wollen, so dass zwar ein rechtliches Etappenziel erreicht wurde, aber die Hängepartie eventuell weiter geht. Nichtsdestotrotz trainiert das Team von Trainer Thomas Schuppan konzentrietrt auf eine hoffentlich stattfindende Saison hin.Am letzten Wochenende stand neben intensiven Einheiten ein Spiel gegen die Landesligamannschaft aus Sinzheim an.

Noch sind nicht alle 40 Plätze für die 4 Gruppen in Deutschland vergeben. Im Süden werden – anders als in den anderen Bereichen – alle Tickets über eine Rangliste vergeben. Jeder der beteiligten Landesverbände – Bayern, Württemberg, Südbaden und Baden – erhielt einen direkten Startplatz.. Die Abstimmung über die Vergabe der Plätze sowie den Modus mit Vergabe der Plätze durch die Landesverbände anhand einer Rangliste wurde von allen vier Verbänden einstimmig getroffen.
Leider sind durch Corona-Fälle im Verband Nordrhein bereits Qualifikatuionsspiel abgesagt worden. Man kann nur hoffen, dass dies sich nicht zu Saisonbeginn fortsetzt. Die Staffel Süd bekommt allmählich ihr Gesicht. Sechs Teams erhalten die Plätze aufgrund ihrer letztjährigen Erfolge: Rhein-Neckar Löwen, TSV Allach, JSG Balingen-Weilstetten, SG Pforzheim/Eutingen, TPSG FA Göppingen, HSG Konstanz. Die vier Landesverbände aus dem Süden entsenden neben dem TuS Helmlingen, die SG Oftersheiom/Schwetzingen (Baden), den TV Bittenfeld (Württemberg) und die Erlangen (Bayern).

Die Mannschaften, die sich noch in der Qualifikation befinden, werden am 13. September zugeordnet. Die Teams, die fünf Heimspiele absolvieren, wurden in der Geschäftsstelle des Deutschen Handballbundes ausgelost. Nach der Einfachrunde ziehen die besten vier Teams jeder Staffel in die Meisterrunde ein, die in zwei Gruppen à acht Mannschaften in Hin- und Rückrunde ausgetragen wird. Die jeweils besten vier Mannschaften qualifizieren sich für das Viertelfinale. Dieses und die weiteren K.o.-Runden werden in Hin- und Rückspiel ausgetragen. 

Die verbleibenden Mannschaften der Vorrunde spielen in vier Gruppen à sechs Teams eine Pokalrunde aus. Die jeweils besten beiden Mannschaften jeder Staffel erreichen das Viertelfinale, dem ein Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal der männlichen A-Jugend folgt. Dessen Teilnehmer sind ebenso wie die Teams der Meisterrunde für die kommende Saison der Jugendbundesliga qualifiziert. 

Die Verwaltung des TuS hat mit der Stadt Rheinau ein Konzept für Spiele mit Zuschauer erarbeitet. Nach jetzigem Stand könnten 250 Zuschauer an Spielen in der Rhein-Rench-Halle teilnehmen. Nähere Informationen hierzu folgen noch.

Jugendbundesliga in Helmlingen

Der TuS Helmlingen wagt den Schritt in die höchste Klasse der A-Jugend. Am Montag hat die Verwaltung des Vereins einstimmig beschlossen, dass sich ihre Nachwuchstalente in der Jugendbundesliga mit den besten in Deutschland messen dürfen.

Doch wie kam es ohne Quali-Turniere dazu? Aufgrund des Coronavirus wurde ein besonderes Auswahlverfahren gewählt. Der SHV hat durch Anwendung einer Punktewertung der erspielten Plätze der vergangenen drei Jahren und das Einbeziehen der Kaderspieler eine Reihenfolge errechnet. Dadurch bekam der TuS Helmlingen die Chance, sein Können in der JBLH zu zeigen. Die HSG Konstanz hat sich dank ihrer guten Leistung in der vergangenen Saison direkt für die Bundesliga qualifiziert. In die Wertung wurden unter anderem auch Vereine wie der TuS Schutterwald und die SG Altenheim/Ottenheim berücksichtigt. Das gute Abschneiden ist der Lohn für die sehr gute Jugendarbeit in den vergangenen Jahren. So spielte die B-Jugend des Vereins in der vergangenen Saison bereits zum dritten Mal in der BWOL. Den großen Schritt hat die Mannschaft damals unter Trainer Detlef Ludwig geschafft. Seit zwei Jahren ist Thomas Schuppan Trainer.

„Wir freuen uns riesig, dass wir diese Chance bekommen“, sagt Jugendkoordinatorin Larissa Ludwig auch wenn die neue Spielklasse den Verein vor Herausforderungen stellt. So fallen höhere Schiedsrichterkosten an, die Fahrtwege werden länger und teilweise kommen auch Übernachtungskosten auf den Verein zu. „Wir sind uns sicher, dass wir die zusätzlichen Auflagen und Kosten stemmen können“, sagt Laura König, Vorstand des Bereichs Finanzen. Neben höheren Kosten kommen auch höhere sportliche Anforderungen auf den Verein zu. Die Jugendspieler seien trotz Training unter Corona-Einschränkungen und der sportlichen Herausforderung hoch motiviert und freuen sich, wenn das Abenteuer Jugendbundesliga startet.

Das war die Jugendsaison 2019/20

Männliche A-Jugend

Südbadenliga Abschlussrang: 2. von 12 Mannschaften (24:6 Punkte und 447:394 Tore)

Einer der erfolgreichsten Jahrgänge der Helmlinger Jugendgeschichte wird erwachsen. Leider wurde das große Ziel einer Quaifikation zur JHBL, der höchsten deutschen Spielklasse im Mai/Juni 2019 klar verpasst. Mit Ambitionen in die Qualifikation gestartet, konnte man zwar Teilerfolge, wie Platz 2 in der 1. Qualifikationsrunde in Helmlingen mit Siegen über Schutterwald, Coburg und Wangen, feiern, am Ende fehlte die Fortune zum Aufstieg. Bezeichnend: kein weiteres Team aus Südbaden schaffte den Sprung nach oben. Somit war klar, dass man in der Südbadenliga um den Titel mitspielen wollte, und die Integration in die 1. und 2. Herrenmannschaft sollte schneller beginnen.

Die A-Jungs mussten dieser Dreifachbelastung etwas Tribut zollen. Vor zwei Jahren in der B-Jugend noch beste südbadische Mannschaft des Jahrgangs wurde das Ziel südbadischer Meister dann doch knapp verpasst. Mit 24:6 Punkten legte das Team von Detlef und Larissa Ludwig eine hervorragende Runde hin, dies reichte jedoch „nur“ zum 2. Platz. Immerhin fügte man dem Tabellenersten TuS Schutterwald mit dem 26:25 Erfolg die einzige Saisonniederlage bei, doch dreimal verlor man eben auswärts bei anderen Teams, wobei man bei der Niederlage in Freiburg-Zähringen auf sechs Stammspieler verzichten musste. Den höchsten Saisonsieg landete man mit 36:23 gegen den HSC Radolfzell und die Derbys gegen Kappelwindeck/Steinbach, Sinzheim und Muggensturm/Kuppenheim wurden allesamt gewonnen. Eine tolle Saison krönte damit den Abschluss des Jahrgangs 2001 im Jugendbereich. Der Jahrgang bereitete den Handballfans in Helmlingen ein Jahrzehnt lang große Freude. Ebenso stolz auf die sportlichen Erfolge kann man auch auf die persönliche Entwicklung, Einstellung und Leidenschaft der Mannschaft sein, die vorbildlich ist. Auf diesem Stamm an Spielern, wird sich der Herrenbereich in den nächsten Jahren mit aufbauen.

Männliche B1-Jugend

Bezirksliga Abschlussrang: 7. von 10 Mannschaften (9:25 Punkte und 430:514 Tore)

Über die B1 wurde im Bericht über die Erfolge der letzten drei B-Jugendjahre bereits berichtet. Vielleicht nochmals eine Kurzanalyse: Die zusammengewürfelte Mannschaft hatte eine harte Vorbereitung hinter sich, welche jedoch selten komplett im Training war. Man startete gut in die Runde mit 4:0 Punkte. In der Folge wurden die Spiele zu leicht genommen und prompt erhielt man die Quittung. Es hat eine lang Zeit gedauert, ehe man nach 7 Niederlagen in Folge wieder die Kurve bekommen hat. Punktuell setzte das Team des Trainerduos Schuppan/Höll sehr gute Akzente, wie z.B. die 1.Halbzeit gegen die Rhein-Neckar- Löwen (16:15) sowie beim 23:16 Heimerfolg über den TV Bittenfeld. Insgesamt waren jedoch die Leistungen der B1 zu schwankend. Unterm Strich haben die talentierten Jungs viel Lehrgeld bezahlt, was aber für die Zukunft nicht negativ sein muss.

Männliche B2-Jugend

Bezirksliga Abschlussrang: 1. von 6 Mannschaften (30:0 Punkte und 572: 364 Tore)

Die B2-Jugend schaffte eine perfekte Saison. Mit 15 Siegen in 15 Spielen blieben die B2ler ungeschlagen. Nach aufgrund Personalsorgen verpasster SBL-Qualfikation, ohne einen Sieg, ging man ohne große Ambitionen in die Bezirksligarunde. Es warteten 5 Gegner, gegen welche je viermal zu spielen war. Schon der 37:28 Auftaktsieg über die Panthers Gaggenau zeichnete den Weg der B2 vor. Als im Spitzenspiel der Tabellenzweite SG Freudenstadt/Baiersbronn mit 40:22 aus der Halle gefegt wurde, war klar, dass die Meisterschaft nur über den TuS gehen würde. Dabei war die B2 personell mit einem Rumpfkader in die Saison gegangen. Ohne den Einsatz von C-Jugendlichen hätte die B2 kein Spiel bestreiten können. Diese erfreuten sich an einem Einsatz bei den „Größeren“ und spielten sich auch in den Vordergrund. Den höchsten Sieg fuhr das Team, welche von den C-Jugendtrainern Matthias Frei und Thomas Bantel gecoacht wurden, gegen die SG Ottersweier/Großweier mit 51:17 ein.

Männliche C-Jugend

Südbadenliga Abschlussrang: 9. von 10 Mannschaften 2:30 Punkte und 316:467 Tore)

Nach einer enttäuschenden Qualifikation ohne einen Punktgewinn stieg die C-Jugend aufgrund Rückzügen anderer Mannschaften dennoch in die Südbadenliga auf. Hier schafften die C-Jungs lediglich einen Sieg mit 28:24 über die SG Baden-Baden/Sandweier und erreichte damit aber den vorletzten Abschlussrang. Spielerisch oftmals ganz nah an den Gegnern, teilweise sogar besser, verlor man fast alle Spiele aufgrund der körperlichen Unterlegenheit, die wirklich eklatant war. Auf der einen Seite fast schon zu Männer gereifte Jungs, auf der anderen Seite körperlich noch nicht ganz entwickelte Helmlinger. In vielen Spielen, wie bspw. gegen die SG Ottenheim/Altenheim, war man lange Zeit dran, ehe man in den letzten 10 Minuten alles verspielte. Dennoch: die Runde war eine Bereicherung in der Entwicklung der Spieler, welche sich trotz der Niederlagen nicht aufgab und auch gute Trainingsbeteiligungen hatte.

Männliche D1 und D2-Jugend

Bezirkslasse Abschlussrang 3. (18:8 Punkte) und 8 (4:22 Punkte) von 9 Mannschaften

Bei den Sichtungsspielen zur Bezirksauswahl, welche gleichzeitig die Qualifikation für die Runde bedeuteten gab es eine große Überraschung. Die D2 gewann das Turnier mit 11:1 Punkten und die D1 wurde mit 9:3 Punkten Dritter und beide Mannschaften qualifizierten sich für die höchste Klasse des Bezirks. Die D1-Jugend mit ihrem Trainer Günter Schmitt galt ein wenig als Mitfavorit auf einen der ersten beiden Plätze in der Bezirksklasse. Mit der JHA Baden sowie der SG Kappelwindeck/Steinbach waren jedoch zwei Teams in der Breite etwas besser aufgestellt, weshalb es für die Spieler von Trainer Günter Schmitt mit 18:8 Punkten nur für Platz 3 reichte. Alle anderen Mannschaften hingegen mussten die Punkte gegen den TuS lassen. Den höchsten Sieg landete man gegen die HR Niederbühl/rastatt mit 38:12 Toren.

Die D2-Jugend erreichte mit Platz 8 von 9 Mannschaften einen zufriedenstellenden Platz. Einige Spiele gingen knapp mit 2,3 Toren verloren, gegen die Spitzenteams setzte es deutliche Niederlagen. Den ersatzgeschwächten Tabellenführer der JHA Baden hatte man mit der besten Saisonleistung beim 15:16 (!) am Rande einer Niederlage. Siege gab es gegen Kappelwindeck/Steinbach II mit 23:22 und Niederbühl/Rastatt mit 19:18.

Männliche E-Jugend

Staffel 1

Die E-Jugend überzeugte voll und ganz. Nach überragender Vorrunde ohne eine Niederlage und ohne einen Punktverlust qualifizierte man sich in die Staffel I, in welcher die besten fünf Teams von insgesamt 19 Mannschaften der Vorrundengruppen, teilnahmen. Und in dieser Staffel ging es in der gerade so weiter. Die Gegner aus Sinzheim und Ottersweier/Großweier sowie die Panthers Gaggenau wurden in Schach gehalten.

Lediglich im letzten Saisonspiel verlor man gegen die SG Baden-Baden/Sandweier mit 1:3. Hier funktionierte einmal das ansonsten gute Zusammenspiel nicht optimal und man musste nicht unverdient den Gästen den Sieg überlassen.

Da es in der E-Jugend sowieso keine Meisterehren zu verteilen gibt, wäre die E-Jugend auch nicht als Meister geehrt worden. Dennoch darf man sich als bestes E-Jugend-Team des Handballbezirks Rastatt bezeichnen. Hoffnungsvoll blicken wir auf einen erneut guten Jahrgang mit Ausnahmetalenten wie Simon Weiß, Maddox Abel oder Tymek Pomankiewicz und werden ihren Entwicklung weiter beobachten.

Torschützen

Dem einen gefallen Torschützenrankings nicht, die anderen sehen eine statistische Wertung. Im Handball geht es nicht nur um das Tore werfen, man braucht einen kompletten Spieler, der auch Abwehr spielen und im Kollektiv agieren kann. Hier die Top 20 Torschützen der TuS-Jugend. Torschützenkönig 2019/20 wird Jannis Welsche mit unglaublichen 182 Treffern in nur 14 Spielen. Auf Platz 2 kommt Simon Weiß aus der E1-Jugend vor Tristan Meder aus der D1, der das familieninterne Duell knapp für sich entschied..

Name Mannschaft Tore
1 Jannis Welsche B2 182
2 Simon Weiß E1 114
3 Tristan Meder D1 100
4 Henry Meder B2 93
5 Raphael Jörger B2 86
6 Maddox Abel E1 85
7 Luis Oberle B1 80
8 Hannes Schmitt B2 79
9 Linus Minet C 76
10 Jacob Funk B1 73
11 Tymek Pomankiewicz E1 68
12 Jonas Meyer A 67
13 Florian Heidt B1 59
14 Joshua Gronau C 56
15 Mika Schulz E1 56
16 Moritz Bliem D1 54
17 Lars Schmitt A 54
18 Rouven Horn A 52
19 Felix Frei C 50
20 Sven Schmitt A 50

Helmlinger B-Jugend behauptet sich drei Jahre lang in Baden-Württemberg

Einen Spieltag vor regulärem Ende der Spielrunde 2019/20 wurde die Oberliga Baden-Württemberg auch für die B-Jugend des TuS Helmlingen wegen der Corona-Krise für beendet erklärt. Damit wurde dem TuS am letzten Spieltag vor heimischer Kulisse das würdige Abschiedsspiel aus der BWOL gegen die HSG Konstanz verwehrt. Eine kleine Träne wäre das Spiel trotz des eher mäßigen Abschneidens in der laufenden Runde doch wert gewesen, denn der TuS Helmlingen befand sich ganze drei Jahre lang im baden-württembergischem Oberhaus und die Auftritte der B-Jugendlichen wurden zu einem lieb gewonnenen Termin.

Mit Stolz blickt man im 880-Seelendorf auf die Erfolge der letzten Jahre zurück. Noch keine männliche Jugendmannschaft aus Südbaden schaffte es bisher, sich drei Jahre hintereinander für die BWOL zu qualifizieren. Und neben der Meisterschaft der SG Ottenheim/Altenheim (Saison 14/15) und der Vizemeisterschaft der SG Meißenheim/Nonnenweier (Saison 15/16) war die 2019 errungene Vizemeisterschaft die zweitbeste südbadische Platzierung in der Geschichte der BWOL. Kein Zweifel: der TuS Helmlingen hat südbadische Handballgeschichte geschrieben.

Den Grundstein der Helmlinger Erfolgsstory legte in der Saison 2017/18 die Mannschaft von Trainer Detlef Ludwig mit der souveränen Qualifikation und 5 Siegen in 5 Spielen im Bereich des südbadischen Landesverbandes. Die Runde schloss man mit 14:22 Punkten (7 Siege bei 11 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 443:471 Toren ab. Den südbadischen Kontrahenten aus Schutterwald bezwang man zweimal (27:22 und 26:23) und das absolute Highlight war der 22:21 Heimerfolg durch Tim Karchs Treffer 40 Sekunden vor Ende über den Vizemeister FrischAuf Göppingen. Am Ende fand man sich mit Platz 7 auf einem gerechtfertigten Mittelfeldplatz wieder. Weiterer Lohn des Erfolges: mit Lasse Ludwig zog es ein Megatalent in das Sportinternat eines Bundesligisten.

Auch die Qualifikation zur Saison 2018/19 gewann der TuS in Südbaden und setzte sich vor Konstanz und Freiburg-Zähringen durch. Letzterer Gegner fügte den Hanauerländern am zweiten Spieltag eine bittere Auswärtsniederlage zu. Es folgte zwei Punkteteilungen in Östringen (gegen die Rhein-Neckar-Löwen) und Göppingen sowie eine Niederlage gegen Pforzheim. Was die Mannschaft um Trainer Thomas Schuppan und Benni Ackermann dann allerdings für einen Teamspirit entwickelte, war sensationell. Der Nobody aus Südbaden stürzte alle Favoriten und holte 16:0 Punkte in Serie. Der Höhepunkt war der 25:24 Sieg gegen die Rhein-Neckar-Löwen vor sage und schreibe 600 Zuschauern mit dem unvergessenen finalen Treffer des Ausnahmetalents Jan Kraft. Im Spiel um die BWOL-Meisterschaft verlor man in Pforzheim klar, aber man qualifizierte sich mit 26:10 Punkten als Vizemeister für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Klanghafte Namen wie die Füchse Berlin oder der THW Kiel wurden plötzlich in einem Atemzug mit dem TuS Helmlingen genannt. Der Gegner war indes das pfälzische Team des TV Hochdorf.

Vor wiederum ausverkauften Haus spielte im Hinspiel des Achtelfinales zur Deutschen Meisterschaft der TuS dominanter als der Gegner, erkämpfte sich –auch dank eines überragenden Lennard Kull im Tor- mehrmals einen 4-Tore-Vorsprung, musste aber in der Schlussphase noch den 27:27 Ausgleich hinnehmen. Im Rückspiel war dieses Unentschieden zu wenig und eine zu große Hypothek für das Weiterkommen, so dass die Hochdorfer verdient mit 30:25 in die nächste Runde einzogen.

Für die Saison 2019/20 war der TuS Helmlingen direkt für die BWOL qualifiziert, jedoch verließen viel zu viele Spieler die Mannschaft in Richtung A-Jugend. Vielversprechende Talente von Muggensturm bis Zunsweier schlossen sich dem Verein an. Zweifelsohne ein Potpourri an handballerischer Klasse. Jedoch als Team wollte es nicht so wirklich funktionieren. Einziger richtiger Lichtblick war der souveräne 25:18 Erfolg über den Bundesliganachwuchs aus Bittenfeld, wo das Team zeigte, was tatsächlich möglich gewesen wäre. Wir hoffen dennoch, dass die Spielzeit die auswärtigen Spielern weiter gebracht hat und sie sich gerne an die Zeit in Helmlingen zurückerinnern. Nur 4 Siege und ein Unentschieden war eigentlich angesichts des vorhandenen guten Spielermaterials zu wenig. Dennoch schloß man auch diese Saison als bestes südbadisches Team auf Platz 7 ab.

 

Statistik:

Insgesamt holte der TuS Helmlingen 49:53 Punkte in den drei Jahren bei einem Torverhältnis von 1363:1424 Toren.

Den Debuttreffer in der BWOL warf am 16.09.2017 in Oberstenfeld gegen die HSG Bottwar Julian Lasch zum 1:2.

Den 500. Treffer in der BWOL erzielte Jonas Meyer zum 2:0 gegen Oftersheim/Schwetzingen in der Saison 2018/19.

Den 1.000 Treffer erzielte in der Saison 2019/20 Jacob Funk beim Auswärtserfolg in Konstanz zum 20:16 Zwischenstand. Er warf übrigens auch das letzte BWOL-Tor.

Die fünf besten Helmlinger Torschützen waren:

1. Jonas Meyer (Saison 2018/19 und 19/20) mit 130 Toren

2. Jan Kraft (Saison 2019/20) mit 109 Toren

3. Timo Reuter (Saison 2018/19 und 19/20) mit 106 Toren

4. Rouven Horn (Saison 2017/18 und 18/19) mit 96 Toren

5. Sven Schmitt (Saison 2017/18) mit 93 Toren

Die meisten Tore pro Saison erzielte

Saison 2017/18 Sven Schmitt mit 93 Treffern

Saison 2019/20 Jan Kraft mit 109 Treffern

Saison 2019/20 Luis Oberle mit 80 Treffern

Die meisten Spiele absolvierte:

Jonas Meyer machte die meisten Spiele mit 36 Partien. Jonas absolvierte zwei komplette Spielrunden in der BWOL ohne ein Spiel zu verpassen. Florian Heidt stand 32 Mal auf der Platte, Timo Reuter deren 31 Mal. Fabian Ludwig brachte es auf 29 Partien und Dorian Caleta auf 28 Einsätze für den TuS in der BWOL.

Die Mannschaften der drei Jahre